Höhlentherapie

By | 1. Februar 2012

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Heilstollentherapie in der Silberbergklinik-Bodenmais

Heilstollentherapie in der Silberbergklinik-Bodenmais

Verfasserin:
Dr. med. Judith Schulz-Dieterich (Fachärztin für Innere Medizin; Ärztin für Pneumologie (Lungenheilkunde))

Information:
Bei der Höhlentherapie (Speläotherapie) werden die besonderen klimatischen Bedingungen von Naturhöhlen und ehemaligen Bergwerken benutzt, um Atemwegserkrankungen, insbesondere Asthma bronchiale und chronische Bronchitis zu behandeln.

Dem Deutschen Speläotherapieverband gehören gegenwärtig zwölf Orte in Deutschland an. Eine bioklimatische und lufthygienische Messreihe, die mit dem Deutschen Wetterdienst Fachbereich Medizin- Metereologie, in Freiburg im Breisgau durchgeführt wurde, belegt die besonders reine Luft in den Heilstollen, hervorzuheben ist die Staub- und Allergenarmut in den Stollen. In den Stollen herrscht eine relativ niedrige Termperatur (5 °C) und eine relative hohe Luftfeuchtigkeit (bis zu 98%). Beim Einatmen der reinen Luft wird diese auf 37 °C aufgewärmt. Durch die Erwärmung sinkt die relative Luftfeuchtigkeit auf ca. 20%. Die Luft ist nun trocken und muss zur Sättigung mit Wasserdampf, Wasser aus dem Körpergewebe entziehen.

Bei einem Aufenthalt im Stollen wird daher Wasser aus den Atemwegen extrahiert – genug um die geschwollenen Schleimhäute der Atemwege soweit zu entwässern, dass sie für den Luftstrom besser durchgängig werden. Im Stollen herrscht ein hoher Luftdurchsatz bei geringer Strömungsgeschwindigkeit, somit ist subjektiv keine Strömung fühlbar. Schadstoffe und schädliche Gase wie Radon und Radioaktivität fehlen völlig.

Die Heilstollen sind eigens für den Aufenthalt von Patienten eingerichtet worden. Es stehen Liegen bereit, die ihnen den Aufenthalt so bequem und entspannend wie möglich machen. Die Liegezeit beträgt konsequent zwei Stunden täglich über mindestens drei Wochen. Die Patienten tragen entsprechend warme Winterkleidung zusätzlich versorgt mit Schlafsäcken. Die Patienten werden durch Krankenschwestern betreut. Die Untertageklimatherapie im Silberbergstollen Bodenmais Das Silberbergwerk aus dem 13. Jahrhundert liegt im heilklimatischen Kurort Bodenmais im Bayerischen Wald auf einer Höhe von 955m mit einem Gangsystem von ca. 20 km Länge. Das Bergwerk wurde 1962 aufgelassen, früher Silber und Goldabbau und in den letzten Jahrzehnten Förderung von Potee, das zum Glasschleifen benutzt wurde. Seit 1962 ist hier ein Schaubergwerk. Der Eingangsbereich zur Therapiehöhle liegt in ca. 850 m Höhe. Der Therapiestollen besteht aus ca. zwei je ca. 70 Quadratmeter großen durch einen schmalen Durchbruch verbundenen Höhlen mit einem Springbrunnen. In der Therapiehöhle herrscht eine relative Luftfeuchtigkeit von 98% mit einer konstanten Temperatur von 5° C. Die Luftströmung ist stets nach außen gerichtet. Die Strömungsgeschwindigkeit liegt im Mittel bei ca. 3 cm pro Sekunde, gegenüber fast 50facher Geschwindigkeit in der Außenluft und noch bis zu 8facher höherer Geschwindigkeit in normalen Wohnräumen. Dadurch wird die Wärmeabgabe positiv beeinflusst, da jeglicher Anschein einer Luftbewegung und damit ein zusätzlicher Auskühlungsfaktor wegfällt. Die Beleuchtung ist gedämpft und indirekt, gerade ausreichend um Lesen zu können. Viele Patienten hören auch Musik, die meisten verschlafen aber einen Großteil der Therapiezeit.

Folgende Krankheiten werden vorzugsweise im Heilstollen behandelt:
• Asthma bronchiale
• Chronische Bronchitis
• Heuschnupfen
• Pseudokrupp
• Anhaltender Husten nach Keuchhusten
• Chronische Nasennebenhöhlenentzündung
• Infektanfälligkeit

Kontakt:
SILBERBERG KLINIK Bodenmais
Rechensöldenweg 8-10
94249 Bodenmais
Tel. (0 99 24) 17 71-0 (Anmeldung -400)
Fax (0 99 24) 17 71-4 99

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