Medizinische Studie beweist Alternative zur Operation bei Peyronie

By | 17. Juli 2019

Behandlung einer Peyronie

Eine Behandlung einer Penisverkrümmung (Peyronie) im Rahmen der Schulmedizin zeigt nur beschränkte Erfolge. Therapien auf medikamentösem Weg wirken nur teilweise und schlagen auch nicht bei allen betroffenen Patienten an. Oftmals ist daher bei einer starken Peyronie eine Operation der letzte Ausweg. Allerdings bringt ein solcher chirurgischer Eingriff einige Risiken mit sich und führt außerdem in den meisten Fällen zu einer signifikanten Verkürzung des Penisschafts. Eine sogenannte Penile Traction Therapy kann hierbei deutlich besser helfen, und zwar ohne gefährliche Nebeneffekte.

Beratung

Beratung – © Bildagentur PantherMedia / Monkeybusiness Images

Die Behandlung bewirkt einen deutlichen Rückgang der Peyronie

In dieser Studie wurde eine Gruppe mit insgesamt 93 Männern über 12 Wochen genau beobachtet. Hierbei wurden 47 Männer mit dem Medizingerät Penimaster Pro behandelt, während auf der anderen Seite 46 Männer nicht entsprechend behandelt worden sind. Die zweite Gruppe diente in diesem Fall als Kontrollgruppe in dieser Testreihe. Alle beteiligten Personen litten zum Start der Studie nachweislich unter einer Penisverkrümmung. Dabei betrug die undirektionale Verkrümmung mindestens 45 Grad, wobei die durchschnittliche Verkrümmung sogar schon 70 Grad betragen hat. Interessanterweise ließ sich schon nach vier Wochen inklusive einer Eingewöhnungsphase von 15 Tagen ein deutlicher Effekt durch die Therapie feststellen. So nahm der Winkel bei der Gruppe, die den Penismaster Pro einsetzte um durchschnittlich 12 Grad ab. In der Vergleichsgruppe ohne den Einsatz dieses medizinischen Geräts blieb der Winkel abgesehen von nicht signifikanten Schwankungen unterm Strich unverändert.

Nach vier Wochen und bis zur achten Woche setzte sich dieser Effekt weiter fort und der Grad der Peyronie nahm weiter ab. Bei einer Kontrolluntersuchung am Ende des 2. Monats betrug die Verkrümmung im Durchschnitt nur noch knapp über 47 Grad. Auch anschließend konnte die Verkrümmung durch den Einsatz des Penismaster Pro noch weiter reduziert werden. Zum Ende der Studie betrug der durchschnittliche Verkrümmungswinkel dann nur noch 41,1 Grad. Durch die während der Studie gewonnenen Daten lässt sich ganz leicht erkennen, dass diese Therapieform besonders bei einer stark ausgeprägten Peyronie äußerst erfolgreich eingesetzt werden kann.

Wichtig ist die Dauer der täglichen Anwendung

Während der Studie konnten die Probanden die tägliche Verwendungsdauer weitgehend selbst festlegen. Vorgegeben war lediglich ein Einsatz von mindestens drei Stunden und maximal acht Stunden pro Tag. Zur besseren Beurteilung der erzielten Ergebnisse mussten die Beteiligten ein Protokoll über die genauen Einsatzzeiten erstellen. Nicht wirklich überraschend entschieden sich Teilnehmer der Studie mit einer überdurchschnittlichen Peyronie oftmals für eine längere Tragezeit. Demgegenüber setzten Probanden mit einer unterdurchschnittlichen Verkrümmung das medizinische Gerät häufig nur über einen deutlich kürzeren Zeitraum ein.

Bereits nach nur vier Wochen erreichten die Teilnehmer, die das Gerät über sechs Stunden einsetzten einen deutlich höheren Rückgang, als dies bei den Probanden war, welche die Applikation nur vier Stunden am Tag einsetzten. Am Ende der Studie betrug die Penisverkrümmung bei einer Tragedauer von über 6 Stunden dann nur noch 36, 2 Grad, während die Peyronie bei einer Tragedauer von 4 Stunden im gleichen Zeitraum aber auch immerhin auf 41,1 Grad zurückging.

Die Wissenschaftler empfehlen eine Anwendung bei einer Peyronie

Aufgrund der Ergebnisse bei dieser Studie kommen die an dieser Studie beteiligten Wissenschaftler zu der Einschätzung, dass der eingesetzte Penismaster Pro risikolos und effizient ist. Während der Studie brachen nur drei Teilnehmer aufgrund von Nebenerscheinungen die Studie ab und abgesehen davon gab es während der Studie auch nur minimale negative Symptome, die aber im Laufe der Zeit wieder vollständig verschwunden sind.