Stressmanagement: damit Stress nicht krankmacht

By | 13. Mai 2015
Stressmanagement: damit Stress nicht krankmacht

Stressmanagement: damit Stress nicht krankmacht (Bildlizenz: © Goodshoot RF/ Thinkstock)

Jeder kennt Stress, jeder hatte schon mal welchen und die meisten möchten keinen Stress haben. Denn Stress ist nicht nur unangenehm, sondern kann bei permanentem Auftreten den Betroffenen krankmachen. Eine dauerhafte innere Anspannung aufgrund von zum Beispiel Beziehungsproblemen, Ängsten oder beruflichen Schwierigkeiten führt zu einer Belastung des ganzen Körpers und kann körperliche Beschwerden hervorrufen. In den seltensten Fällen lässt sich Stress ganz vermeiden, dann ist ein gutes Stressmanagement wichtig, um die Symptome zu reduzieren.

Stress – ein Volksproblem

Die Auswirkungen von Stress in finanzieller Hinsicht sind enorm. Experten schätzen die Kosten für Fehlzeiten am Arbeitsplatz und medizinische Behandlungen, die als Ursache Stress haben, auf etwa 30 Milliarden Euro im Jahr. Damit ist Stress ein Volksproblem, das nur schwer in den Griff zu bekommen ist. Was der einzelne noch als positiven und motivierenden Leistungsdruck empfindet und wo das Übermaß an Stress anfängt, empfindet jeder anders. Häufigkeit und Dauer der jeweiligen Belastung spielen beim Stressempfinden eine entscheidende Rolle. Fakt ist jedoch: Wird Stress zu einem Dauerzustand, aus dem man sich nicht befreien kann, kann die starke psychische Belastung krankmachen.

Körperliche Beschwerden aufgrund von Stress

Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Nervosität und Gereiztheit sind klassische Symptome, die schon durch kurze Stressperioden hervorgerufen werden können. Vor allem aber der Magen-Darm-Trakt reagiert höchst sensibel auf eine hohe psychische Belastung. Beschwerden wie Magenschmerzen, Sodbrennen, Durchfall und sogar Magengeschwüre sind keine Seltenheit. Bei einem langfristig hohen Stresspegel wird das Immunsystem geschwächt und es können vermehrt Allergien und Erkältungen auftreten. Außerdem steigt oft mit dem Druck auf die Psyche auch der Druck im Körper. Die Folge ist Bluthochdruck.

Ein gutes Stressmanagement hilft

Damit Stress in erster Linie nicht krankmacht und zu einem ständigen Begleiter wird, ist ein gutes Stressmanagement hilfreich. Dabei gibt es für jede Lebenslage einen Ratgeber und verschiedene Entspannungstechniken. Denn Entspannung ist das Schlüsselwort bei der Stressbewältigung. Als wirksam haben sich primär Entspannungstechniken wie autogenes Training, Yoga oder progressive Muskelentspannung erwiesen, die einem gezielt den Umgang mit Stress näher bringen. In vielen Fällen hilft schon eine spezielle Atemtechnik, um sich selbst kurz aus dem Geschehen rauszunehmen. Unterstützend kann man auf pflanzliche Arzneimittel wie Baldrian oder Johanniskraut zurückgreifen. Um Stress weitestgehend zu minimieren, sollte man sich gut organisieren und die eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund stellen. Schafft man das nicht alleine, sollte man sich professionelle Hilfe in Form von einer Therapie oder Selbsthilfegruppe suchen.

Autor: Wolfgang Schmidt (Freier Mitarbeiter, Redakteur)