Die Ruhe, auch ohne Sturm

By | 28. April 2020

Ruhe und Stille

In großen Städten ist es wohl zum Fremdwort geworden, die „Ruhe“. Das ständig präsente Grundrauschen im Ohr, die immer lauter tönenden Autos, Menschen und Bahnen. Zur Ruhe zu kommen ist fast schon zum Luxusgut geworden. Oder anders: es scheint, als sei Ruhe und Stille etwas geworden, dem Menschen entfliehen wollen. Wie häufig kommt es mittlerweile vor, dass ein jeder von uns nach Hause kommt und zuallererst – noch bevor Jacke und Schuhe ausgezogen sind – den Fernseher oder die dröhnende Musik an macht, nur um diese erdrückende Stille nicht aushalten zu müssen.

Dabei ist Ruhe etwas so Wichtiges: für den Erfolg, die eigene Ausgeglichenheit und vor allem für die Gesundheit. Apropos Gesundheit… durch die Zeit des Coronavirus hat sich die Einstellung zur Ruhe ja aber vielleicht sogar geändert. Einfach, weil jeder gezwungen war, sich mit sich selbst zu beschäftigen oder allerhöchstens mit der Familie.

Ruhe und Stille

Zur Ruhe kommen… – Bildlizenz: (C) PublicDomainPictures / Pixabay

Aber zu einem anderen Beispiel: Wie oft hat man wohl schon den Satz eines Arztes gehört: „Ruhen Sie sich aus“ oder „Kurieren Sie sich aus“? Dieses auskurieren umfasst in diesem Fall natürlich auch Ruhe. Gehalten haben sich daran bei Weitem nicht alle, was womöglich den Krankheitsverlauf sogar verschlimmert hat.

Doch besonders nach schwereren Krankheiten, wie aus aktuellem Anlass: Covid-19, die Krankheit, die das Coronavirus mit sich bringt, ist Ruhe von unbeschreiblicher Bedeutung. Zeit, für den Körper sich ein wenig zu regenerieren, die verbrauchte Energie wieder aufzutanken. Nicht ohne Grund wird nach vielen größeren Verletzungen oder Krankheiten ein Reha-Aufenthalt empfohlen. Ja, sogar die kräftigsten und erfolgreichsten Sportler werden nach Verletzungen erst einmal in die Reha geschickt, um sich und ihren Körper langsam wieder an die alltäglichen sowie beruflich bedingt sportlichen Belastungen zu gewöhnen. Doch es heißt ja sogar schon so, wie es wirkt: „Rehabilitation“ – die Wiederherstellung. Die Wiederherstellung der eigenen Kräfte. Doch die Auswahl welche Rehaklinik hier angesteuert werden soll, ist oftmals nicht leicht. Es entscheiden Preis, Ausstattung und Entfernung zum Wohnort in vielen Fällen darüber, ob eine Reha hier Sinn ergibt.

Was ebenfalls eine Rolle spielt, ist natürlich die Qualität eines Hauses. So wäre es in jedem Fall äußerst ungünstig, wenn man sich nach besiegter Krankheit im Wiederherstellungsprozess erneut mit einer Krankheit infiziert. Um die Sicherheit hier zu gewährleisten, wird allerdings immer mit adäquater Schutzkleidung und geschultem Personal gearbeitet. Letzteres ist in Zeiten des Coronavirus allerdings auch nicht anders zu handhaben. Dadurch, dass sich in Rehakliniken meist Menschen befinden, deren Immunsystem nicht gerade auf dem absolut Hoch ist, müssen hier Infektionen mit der aus dem Coronavirus resultierenden Kran kheit Covid-19 unbedingt vermieden werden.

Die psychische Gesundheit

Immer mehr verbreitet sind (leider) psychische Erkrankungen. Diese können in vielen Fällen sogar noch zerstörerischer sein, als alles organische. Um diesen entgegen zu wirken, gibt es aber auch sehr viele Angebote, wie beispielsweise Selbsthilfegruppen. In diesen können Leidensgenossen und sogar Freunde gefunden werden, mit denen man sich dann selbst von der Krankheit befreit und so in ein neues, gesundes Leben starten kann.

Doch auch hier spielt Ruhe eine große Rolle. Denn mit sich selbst allein zu sein, ist nicht ganz so einfach, wie es sich vielleicht anhört. Nicht umsonst, wird oft der Fernseher, PC, das Tablet oder das Smartphone wie oben beschrieben genutzt, um ebendieser Ruhe schnell zu entfliehen. Oft wird das allein sein nämlich mit einer Einsamkeit verwechselt, die gar nicht da sein muss. Ganz im Gegenteil: indem man öfter mit sich selbst allein ist, lernt man sich deutlich besser kennen und damit am Ende vielleicht sogar diesen berühmten Weg zu Glück. Denn wer mit sich im Reinen ist, ist das oftmals auch eher mit Anderen. Allein sein, in Ruhe und Stille ist also keineswegs eine Strafe, sondern viel eher eine Chance sich ganz neu zu entdecken.

Und welcher Ort wäre dafür besser geeignet, als eine Rehaklinik?